Kinetik- und Klang-Skulpturen

1967

Kaleidophonic Dog

Kaleidophonic Dog

S 1967–1
Holz, Leder, Metall, Computer (zunächst Lochstreifen),
pneumatische Anlage, Pfeifen, Schlagwerk
190 x 61 x 56 cm

Los Angeles County Museum, Gift of the Kleiner Foundation

VIDEO

Tippu's Tiger

Tipu’s Tiger

Das Motiv geht zurück auf die Skulptur „Tipu’s Tiger“ im Victoria & Albert Museum, London. Dort allerdings liegt ein weißer Mann auf dem Rücken und der Tiger ist über ihm.
Ich war beeinflusst von den „alten automatisch spielenden Jahrmarktorgeln, Player-Pianos und andere[n] automatische[n] Musikinstrumente[n]. Ich sah solche Maschinen in einem Museum und der ihnen eigene mechanische Klang hat mich fasziniert.“
(S. v. H. in: Interview mit der Zeitschrift MIZUE, Tokio 1973, abgedruckt in: Stephan von Huene, Die gespaltene Zunge. Texte and Interviews, München 2012, S. 48–49)

lochstreifen

Lochstreifen

„Die Skulptur wird gesteuert von einem perforierten Band und einer pneumatischen Mechanik, die die Hundefigur bewegt und begleitende Töne spielt. Die kontrollierenden Endlosschleifen arbeiten in einem Phasen-Muster. Als Materialien wurden unter anderem Holz, Leder und Metall verwendet. Diese und alle folgenden Skulpturen spielen vollständig automatisch.“ (S. v. H. in: Ausst.-Kat. Stephan von Huene. Die Retrospektive, München/Duisburg/Hamburg 2002/03, S. 185.)

(Vgl. auch Mind Maps, D 1991-3–4.)

The Getty Talk KDog

The Getty Talk, KDog

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1967

Tapdancer

Tapdancer

S 1967–2
Holz, mit Leder bezogenes Schaumgummi,
Computer (zunächst Lochstreifen),
pneumatische Anlage, Schlagwerk
120 x 90 x 75 cm

Sammlung Nancy Reddin Kienholz, Hope, Idaho

VIDEO

Innenansicht

Innenansicht

„Klang und Bewegung waren ursprünglich auf einem perforierten Band programmiert, wiederum ähnlich wie bei automatischen Klavieren. Tap Dancer sollte nicht menschliche Gesten imitieren und ebenso wenig eine nach E. T. A. Hoffmann’scher Art aufziehbare Tanzpuppe sein. […] Sie sollte eben nicht Musik spielen, die normalerweise mit der Hand, dem Mund oder dem Fuß gemacht wird. Sie sollte eine Un-Performance (Nicht-Aufführung) von Musik und Bewegung sein.“ (Auszug aus: Für Augen und Ohren. Von der Spieluhr zum akustischen Environment, Berlin 1980, S. 142)

Tap Dancer besteht aus zwei verkürzten (aber nicht abgeschnittenen) Beinen, die sich auf scheinbar mechanische Weise bewegen […]. Das Geräusch […] kommt von den Holzklötzen im Innern des Kastens. Die Bewegungen […] werden von pneumatischen Apparaten gemacht, ähnlich denen, die früher für automatische Klaviere benutzt wurden. […] Anders als Musikautomaten und automatische Klaviere spielt die Skulptur ganz aus sich selbst.“ (S. v. H. in: Ausst.-Kat. Stephan von Huene. Die Retrospektive, München/Duisburg/Hamburg 2002/03, S. 185-186.)

(Vgl. auch Mind Maps, D 1991-6)

The Getty Talk Tapdancer

The Getty Talk, Tapdancer

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1967

Washboard Band

Washboard Band

S 1967–3
Zweiteiliger Aufbau aus Holz, Waschbrett, Zimbel, Gong,
Kuhglocke, Harmonium, Gebläse, Holz, Leder, Metallteile,
Computer (früher Lochstreifen), pneumatische Anlage
220 x 77 x 44 cm

Privatsammlung Düsseldorf

VIDEO

Washboard Band

Detail

In den 1930er Jahren zogen schwarze Arbeitslose als Ein-Mann-Kapellen durch die Städte der USA, um sich Geld zu verdienen.
Ich wollte „eine Maschine bauen […], die keine Musik für Live-Aufführungen abspielen würde, sondern eine, die sich in gewisser Weise selbst spielte. […] Ich wollte den Live-Interpreten durch eine anonyme Performance ersetzen.“ (S. v. H. in: Interview mit der Zeitschrift MIZUE, Tokio 1973, abgedruckt in: Stephan von Huene, Die gespaltene Zunge. Texte and Interviews, München 2012, S. 49)

(Vgl. auch Mind Maps, D 1991-7)

The Getty Talk, Washboard Band

The Getty Talk, Washboard Band

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1967

Rosebud Annunciator

Rosebud Annunciator

S 1967-4
Dreiteilige Holzkonstruktion auf Sockel, Leder, Trommel,
Zimbel, Zungen, Xylofon, Gebläse, Licht, Computer
214 x 244 x 122 cm

Museum Ludwig, Köln
(vormals Sammlung Edward Kienholz und Nancy Reddin Kienholz, Hope, Idaho)

VIDEO

Rose Skizze

Skizze

„[Rosebud Annunciator] spielt ähnlich wie ein automatisches Klavier. […] Die Klangmuster kommen aus der Musik und lassen mit Hilfe von Fotokopien, Schere und Klebeband eine Collage entstehen; sie sind programmiert, aber nicht kontrolliert, verdanken sich nicht dem puren Zufall, wohl aber der Hoffnung auf glückliche Fügung. […] Die optische Erscheinung von Rosebud kommt aus der Architektur der Häuser, in denen ich in Los Angeles gelebt habe – früher wurden Violinen, Celli und andere Instrumente ja auch schon im Zusammenhang der Räume, in denen sie gespielt wurden, und in Übereinstimmung mit dem Mobiliar gebaut.“ (S. v. H. in: Ausst.-Kat. Stephan von Huene. Die Retrospektive, München/Duisburg/Hamburg 2002/03, S. 187)

Detail

Detail

(Vgl. auch Mind Maps, D 1991-8)
The Getty Talk Rosebud Annunciator

The Getty Talk, Rosebud Annunciator

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1969 – 70

Totem Tones

Totem Tone III

Totem Tone III

Werkgruppe aus fünf Skulpturen
Holz, Orgelpfeifen, Metallteile, Gebläse, Licht, Computer

S 1969–1.3
Totem Tone III
239 x 90 x 50 cm
Petra von Huene, Hamburg

Stephan von Huene hatte sich schon früh für die Kultur der Northwest Coast Indians und ihre geschnitzten Totem-Pfähle interessiert, die in den Zusammenhang traditioneller Zeremonien gehörten. Masken, Tierköpfe und -leiber sind hier, aus Holz skulpiert, übereinander getürmt. Dass von Huenes Orgelpfeifen-Skulpturen mit diesen Totems nicht nur eine gewisse, in die Höhe strebende Ähnlichkeit haben, sondern die stummen, ausdrucksstarken Totems bei ihm durch die Töne auch in eine klingende, durch Alliteration beglaubigte Partnerschaft gerieten, gehörte zu von Huenes Konzept von Skulptur als Gesamtkunstwerk.

VIDEO

Totem Tone IV

Totem Tone IV

S 1969–1.4
Totem Tone IV
290 x 92 x 50 cm
Hamburger Kunsthalle, Schenkung zu Ehren von Hubertus Gaßner

Der Ton wird modifiziert durch eine bewegliche Oberlippe, eine Klappe
über der höheren Pfeife und ein Loch in der Seite der kleineren Pfeife.
Spielweise entweder einmal drei Minuten oder kontinuierlich.

Totem Tone V

Totem Tone V

S 1969–1.5
Totem Tone V
236 x 92 x 50 cm
Hirshhorn Museum, Washington D. C.
(vormals Sammlung Sam Francis, Santa Monica, Kalifornien)

Totem Tone I

Totem Tone I

S 1969–1.1
Totem Tone I
230 x 92 x 50 cm
Sammlung George Wanlass, Los Angeles

Die Tonmodifizierungen werden durch die Länge der Pfeifen gesteuert.
Die Maße und Proportionen entsprechen der Tonhöhe. Die kleinen Pfeifen
bestehen aus einer multidirektionalen Tonserie, sie können in jeder
beliebigen Reihenfolge spielen.

Totem Tone II

Totem Tone II

S 1969–1.2
Totem Tone II
240 x 92 x 50 cm
Sammlung William M. Roth, San Francisco
(Dauerleihgabe im Oakland Museum, Oakland, Kalifornien)

Die Skulptur benutzt zwei Mechanismen, um Ton und Tonhöhe zu verändern,
nämlich eine bewegliche Klappe und eine bewegliche Oberlippe.

Totem Tone Detail

Totem Tone V Detail

Töne und Tonhöhen werden durch bewegliche Lippen auf beiden Pfeifen verändert. Diese Oberlippen bewegen sich unabhängig voneinander, produzieren aber immer zusammenhängende akustische und tonale Effekte. Das erklärt sich aus den grundsätzlich gleich gestimmten Pfeifen und daraus, dass die Oberlippen nur Töne spielen, die aus der Struktur der Pfeifen kommen.

„Bei Totem Tones kam die äußere Erscheinungsform nicht nur von der häuslichen, sondern der instrumentalen Architektur, von den Orgelpfeifen selber. Die Totem Tones verweisen außerdem auf Helmholtz, den Autor der Lehre von den Tonempfindungen, schließlich auch auf Dayton Miller, der mit Orgelpfeifen synthetische Vokale hergestellt hat.
Ich habe fünf Totem Tones gebaut. Sie bestehen aus je drei Orgelpfeifen, die durch den Luftstrom eines Staubsaugermotors zum Tönen gebracht werden. Jede Pfeife wechselt ihren Ton in einer anderen Weise: einmal, indem eine bewegliche obere Lippe den Pfeifenmund öffnet und schließt: eine andere, indem das Ende der Pfeife mit einem Deckel geschlossen wird: eine dritte, indem ein Loch in der Seite der Pfeife mit einem Ventil geöffnet und geschlossen wird. Jede Pfeife verändert ihren Ton zusammen mit den Partnern, indem sie mit ihnen um einen nicht mehr ganz genügenden Anteil an Luft wetteifert. Andere Tonveränderungen ergeben sich einfach durch Kombination oder Nicht-Kombination von zusammen oder nebeneinander klingenden Tönen. Die ganze Arbeit ist durch zwei Opakbänder und Fotozellen programmiert. Klang und Umgebung sind voneinander so abhängig wie Musik und Aufführung, ich wollte sie deshalb nicht noch abhängiger voneinander machen.“ (S. v. H. in: Für Augen und Ohren. Von der Spieluhr zum akustischen Environment, Ausst.-Kat. Berlin 1980, S. 143.)

(Vgl. auch Mind Maps, D 1991-9.)

The Getty Talk Totem Tone

The Getty Talk, Totem Tone

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1974/76

Glass Pipes

Glass Pipes

S 1974–1
Zweiteilig, Glas, Metall, Holzkasten,
Gebläse, Mechanik, Glasgehäuse
Jeweils 150 x 30 x 30 cm

Petra von Huene, Hamburg
(Die Arbeit kann aus technischen
Gründen nicht mehr aufgebaut werden.)

VIDEO

„Meine Skulptur Glaspfeifen entspricht sowohl dem Thema Leo Tolstois in seiner Geschichte ‚Der Tod des Iwan Iljitsch‘ als auch der Erfahrung Edvard Munchs in seinem Bild ‚Der Schrei‘. Glaspfeifen ist eine musikalische Version eben solchen Schreis.“

Glaspfeife

Detail

Glaspfeifen besteht aus zwei Glasrohren gleicher Länge, die ich wie zum Spielen von Orgelpfeifen konstruiert habe. Im Querschnitt bilden die Rohre ein ‚O‘. Der Länge nach betrachtet, bilden sie ein ausgedehntes ‚O‘ oder ‚OOOOOO‘. […]
Die beiden Glaspfeifen spielen simultan, mal schreien, mal knurren, mal summen sie, und manchmal machen sie nur Atemgeräusche. Die akustische Geschehen von Kombinationsklängen schafft innerhalb eines jeden Klanges eine Vielfalt von Strukturen, Verdichtungen und räumlichen Dimensionen.

Die Transparenz der Pfeifen ist nicht willkürlich gewählt, sondern zeigt die skulpturale Richtung ins Nichts. Je perfekter wir durchblicken können (um erleuchtet zu werden), desto weniger ist unsere Einsicht blockiert. Folgt man diesem Gedanken, dann heißt alles sehen nichts sehen.“ (S. v. H., Das Unternehmen Glaspfeifen 1976/1987/1993 in: Ausst.-Kat. Stephan von Huene. Die Retrospektive, München/Duisburg/ Hamburg 2002/03, S. 228)

(Vgl. auch Mind Maps, D 1991-27.)

The Getty Talk: Glass Pipes

The Getty Talk, Glass Pipes

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1974/1992

Drum

Drum II

Drum II

S 1974–2
Drum I, 1974/75
Plexiglastrommel mit 32 Schlägeln, elektro-pneumatisches System
(fotoelektrischer Programmierer)
Gemeinschaftsarbeit mit dem Komponisten James Tenney.
Es sind 3 Stücke programmiert:
Wake for Charles Ives, Popcorn Effect, Tempest

Ø 160 cm, Höhe 91,5 cm
Zerstört/aufgegangen in Drum II (S 1992–1)

Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg

Nach mehreren technischen Veränderungen ist die Trommel heute
mit einem Sensor ausgestattet, der das Trommelspiel durch die
Annäherung des Besuchers auslöst. Sie kann jedoch auch manuell
eingeschaltet werden. Das gesamte technische Equipment ist im Sockel
unter der Trommel verborgen.

VIDEO

„Ich habe 1961 mit der Malerei angefangen und mich langsam auf die Skulptur und das Objekt hin bewegt. 1964 bin ich noch weiter gegangen, zum Gebrauch elektrischer und pneumatischer Teile in meiner Skulptur-/Objekt-Kunst. Als sich dann parallel zu meinem künstlerischen Werdegang die Elektronik und die Heimcomputer entwickelten, habe ich diese neuen Technologien wie selbstverständlich in meine Arbeit einbezogen.

1964 ist auch das Jahr, in dem ich anfing, Klang in meine visuellen/taktilen Objekte zu integrieren, um sie vollständiger zu machen. Dieses Interesse an den taktilen (kinästhetischen), auditiven und visuellen Beziehungen und der Synästhesie ist seitdem und auch heute noch ein integraler Teil meiner Arbeit.“

„Die Trommel weist spezifisch in eine Richtung vom kinästhetischen Objekt zum Nichts (aufgrund ihrer Durchsichtigkeit). Dieses Nichts ist der Punkt/die Grenze, wo die Synästhesie wirkt. Es ist die Grenze, die zwischen Objekt und Klang zusammenläuft. Ich arbeitete mit dem Komponisten James Tenney, der extra für diese Skulptur drei Stücke komponierte.“ (Auszug aus ARTEC 93. The 3rd International Biennale in Nagoya, Nagoya, Japan 1993, S. 11, siehe auch: Ausst.-Kat. Stephan von Huene. Die Retrospektive, München/Duisburg/Hamburg 2002/03, S. 199–200)

Drum wurde 1974 von Frank Oppenheimer für sein Museum, das Exploratorium in San Francisco, in Auftrag gegeben. 1992 erwarb Stephan von Huene sie zurück und baute sie um.

Drum I

Stephan von Huene und Drum I

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1979/1982–1983

Text Tones

Text Tones

Text Tones, Hamburg

S 1979–3
Sechsteilige Installation,
Aluminium, Holzsockel, Mechanik, Hubmagneten, ursprünglich Tonband
(nach technischer Anpassung: Sensoren, Computer)
Jeweils 138 x 138 x 20 cm

Hamburger Kunsthalle, Galerie der Gegenwart

VIDEO

Text Tones

Text Tones, Baden Baden

Text Tones ist eine Installation, die aus sechs schmalen, weiß gestrichenen Holzsockeln besteht, auf denen Aluminiumrohre montiert sind, die von zwei darunter angebrachten Hämmerchen angeschlagen werden. Der erste Sockel hat ein Rohr von einer spezifischen Länge, bei der die innere Luftsäule in derselben Frequenz schwingt wie das Rohr selbst, wenn es von außen wie ein Gong angeschlagen wird. Stephan von Huene nannte das „the absolute pitch“ (wobei ihn die Geschichte des Ling Lun animierte, der von seinem Herrscher Huang-Di ausgesandt worden war, ein Stück Bambus zu schneiden, dessen Länge sich als Grundton des chinesischen Musiksystems eignen solle). Die jeweils zwei Rohre der anderen Sockel sind im Verhältnis zum ersten so verkürzt beziehungsweise verlängert, dass zwei Oktaven in fünf Tonschritte zerlegt sind. Über ein Mikrophon werden die Geräusche des Ausstellungs-
raums, also Stimmen, Türschlagen etc. aufgenommen, gespeichert und in ein analoges und ein digitales Signal separiert. Die Skulptur spielt dann diese auf Tonband gespeicherten Signale zurück. Dabei ist das digitale Signal geteilt zwischen zwei Hämmerchen, die auf das Rohr schlagen; das analoge Signal wird durch einen Lautsprecher gespielt und versetzt die Luft im Rohr in Schwingung. Da beide Frequenzen gleich sind, werden die Geräusche des Raumes in einer Monoton-Reflexion reproduziert.
Später wurde Text Tones überarbeitet und die seitlich montierten Schlägel durch unter den Rohren agierende Hämmerchen ersetzt.

(Vgl. auch Mind Maps, D 1991-10.)

The Getty Talk: Text Tones

The Getty Talk, Text Tones

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1985

Die Zauberflöte

Die Zauber Flöte

S 1985–1
Vierteilige Klangskulptur
Holz, Metall, Computer, Hubmagneten, Orgelbestandteile, Beleuchtung
(keine festgelegte Komposition, der Betrachter bestimmt
die Klangfolge durch Sensor-Aktivierung mit)

Zwei Skulpturen ca. 200 x 40 x 55 cm,
zwei Skulpturen 190 x 40 x 55 cm

Petra von Huene, Hamburg

„Meine Zauberflöte, die aus vier Objekten besteht, verwendet nur die […] charakteristischen Frequenzen der Vokale. Bei der Benutzung des Librettos [von Schikaneder in Mozarts „Zauberflöte“] als mein Arbeitsmaterial habe ich die deutschen Vokale auf sechs gleichmäßig proportionierte phonetische Klänge reduziert. […] Der Text wurde auf die Abfolge der verwendeten Vokale hin analysiert, diese dann schematisiert, und nun werden sie in ihren charakteristischen Frequenzen von den Objekten gespielt. Dieses, wenn Henry Lance Recht hat, ist die verborgene subjektive Melodie des Textes. Mit anderen Worten: Vielleicht braucht man gar keine andere Musik.
Die Instrumente innerhalb der vier Objekte sind den Instrumenten der Oper insofern zugeordnet, als die Orgelpfeifen den Hinweis geben auf die Flöte und das Metallofon/Xylofon auf das Glockenspiel – die beiden mit magischen Kräften beseelten Instrumente. Die Metallofonpfeifen beziehen sich außerdem auf die Sänger, sie sind von dem Typ, den man im Orgelbau ‚vox humana‘ nennt.“ 
(S. v. H. in: Ausst.-Kat. Stephan von Huene. Die Retrospektive, München/Duisburg/Hamburg 2002/03, S. 232.)

(Vgl. auch Mind Maps, D 1991-11.)

VIDEO

Zauberflöte

Detail, Flöte I

Zauberflöte

Detail, Xylophon I

Zauberflöte

Detail, Xylophon II

Zauberföte

Detail, Flöte II

The Getty Talk, Zauberflöte

The Getty Talk, Zauberflöte

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1987

Erweiterter Schwitters

Der Erweiterte Schwitters

S 1987–1
Holz, mechanische Teile, Kompressor, Computer,
Lautsprecher, Sensor, Klangmaterial für ca. 1 Stunde
(jeweils 3 Min. Spiel, 1 Min. Pause;
ohne Besucher alle 3 Min. ein Spiel von 10 Sek.)
Ca. 200 x 120 x 120 cm

Sprengel Museum, Hannover

VIDEO

Bewegungsphasen

Bewegungsphasen

„Manchmal antizipieren Künstler zukünftige Entwicklungen. Mit seiner ‚Ursonate‘ hat Kurt Schwitters ein Gedicht geschrieben, das nur aus Phonemen besteht. Diese Phoneme wurden scheinbar willkürlich eingesetzt: Zum Beispiel stellte er aus Druckvorlagen wortähnliche Klänge her oder er benutzte die Abkürzungen als Laute, wie sie auf Schildern an Bahnstrecken genutzt werden. Schwitters arrangierte dieses Laut-Material in Sonaten-Form. Ich denke, dass er in seinem Werk ‚Ursonate‘ die Möglichkeiten vorwegnahm, die von heutigen elektronischen Phonem-Generatoren geboten und manchmal ‚talking chips‘ genannt werden. Obwohl der beabsichtigte Zweck dieser Chips darin besteht, Sprache zu imitieren, eröffnen Sie dem Nutzer darüber hinaus etwas, das man mit einer Wort-Klang-Palette vergleichen könnte.

In meiner Arbeit Erweiterter Schwitters übersetze ich das Klang-Material der ‚Ursonate‘ in elektronisch generierte Phoneme. Jedes Mal, wenn man die Arbeit abspielt, wird, anders als bei Kurt Schwitters, das Klang-Material nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und dann in die Sonaten-Form von Kurt Schwitters’ ‚Ursonate‘ eingefügt.“ (S. v. H. in: Undatiertes Typoskript, Sprengel Museum, Hannover)

„Mein Bestreben war es, die Elemente, die Spracherfahrungen assoziieren, aus Kurt Schwitters‘ ‚Ursonate‘ herauszulösen, damit die Klänge der Foneme an die Grenze gebracht werden, an der das Timbre und der vom Sinn entkleidete vermeintliche Sprachklang miteinander verschmelzen.“
(S. v. H., Erweiterter Schwitters. Eine Studie in experimenteller Realität, in: Ausst.-Kat. Stephan von Huene. Die Retrospektive, München/Duisburg/Hamburg 2002/03, S. 238.)

(Vgl. auch Mind Maps, D 1991-12.)

The Getty Talk Erweiterter Schwitters

The Getty Talk, Erweiterter Schwitters

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1988–1993

Tisch Tänzer

Tisch Tänzer

S 1989–1
Ensemble aus vier Einzelskulpturen auf Holzsockeln und 14 Zeichnungen
Metall, Computer, Mechanik, Kompressor, Fiberglas, Hosen, Schuhe, Beleuchtung

a) Skulptur mit Vor- und Rückbewegung des Spielbeins
(braune Hose), 200 x 80 x 50 cm
b) Skulptur mit seitlicher Bewegung des Spielbeins
(schwarze Hose), 200 x 80 x 50 cm
c) Skulptur mit diagonaler Bewegung des Spielbeins
(graue Hose), 200 x 80 x 50 cm
d) Skulptur mit tänzerischen Bewegungen
(ohne Hose), 275 x 70 x 40 cm
Zeichnungen auf Leinwand: Jeweils 170 x 115 cm

Museum für Neue Kunst, ZKM, Karlsruhe

VIDEO

Schuh

Detail

Die Tisch Tänzer haben ihren Vorläufer im Tap Dancer. Drei der Halbfiguren tragen Männerhosen und Schuhe, sie bewegen sich zu Reden amerikanischer Politiker (General Eisenhower, Präsident Lyndon B. Johnson, Jesse Jackson). Die vierte, unbekleidete, die auf einem erhöhten Sockel steht, bewegt sich zu Arien aus „Die Perlenfischer“ von Bizet und Händels „Rinaldo“.
Die 14 großformatigen Zeichnungen, die an zwei Seiten mit Stoff, aus dem Herrenanzüge gemacht werden, eingefasst sind, hängen hinter den Skulpturen. Wenn diese sich bewegen, entsteht eine dreifach gestaffelte Optik von der Skulptur über den Schatten, den sie wirft, bis zu den Zeichnungen an der Wand.

Tisch Tänzer: braune Hose

Detail

Audiomaterial (daraus jeweils 1,5 Min.) der drei bekleideten Figuren:
Reden von General Eisenhower (Frieden), Präsident L. B. Johnson (civil rights),
Jesse Jackson (nach verlorener Nominierung zur Präsidentschaftswahl).

Audiomaterial (2,5 Min.) der unbekleideten Figur:
Ausschnitte aus „Rinaldo“ von Georg Friedrich Händel
und aus den „Perlenfischern“ von Georges Bizet.

(Das Triggern der einzelnen Skulpturen durch den Betrachter ist Bestandteil der Arbeit,
3 Min. Spielpause, beim Triggern kurze Tanzbewegung)

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1990

Lexichaos
Vom Verstehen des Mißverstehens zum Mißverstehen des Verständlichen

Lexichaos

S 1990–1
Rauminstallation aus drei Holztürmen mit jeweils acht rechteckigen Holzrohren
und 27 (ursprünglich 30) Tafeln
Holz, Orgelbestandteile, Computer, Lautsprecher, Sensoren, Klingeln
Türme, jeweils ca. 357 x 50 x 50 cm,
Tafeln, jeweils 100 x 70 x 4,7 cm,
Sprecher: Pastor Ottfried Jordahn
Zum Werk gehören vier Mind Map-Zeichnungen,
1999, Bleistift auf Papier, jeweils 21 x 29,7 cm
Humboldt-Universität zu Berlin,
Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik

VIDEO

Lexichaos

Detail

Aus den drei Türmen erklingt der Bibeltext vom Turmbau zu Babel (1. Moses 11) jeweils auf Altgriechisch, Hebräisch und Deutsch. Die Tafeln haben eingebaute Sensoren, die ein schrilles Klingeln auslösen, wenn jemand vorbeigeht.

Lexichaos

Detail

(Vgl. auch Mind Maps, D 1991-13.)
The Getty Talk Lexichaos

The Getty Talk, Lexichaos

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1990/1997

Die Neue Lore Ley

Die Neue Lore Ley

Detail

Modell für eine Skulptur auf der Terrasse des Museum Ludwig, 1990
Metall, farbig gefasst, Mechanik

Museum Ludwig, Köln

VIDEO

Partitur

Partitur, D/C 1990-10

Lore Ley Computerzeichnung

Computerzeichnung, Blatt VIII

Lore Ley Computerzeichnung

Computerzeichnung, Blatt V

Lore Ley Computerzeichnung

Computerzeichnung, Blatt III

Lore Ley Computerzeichnung

Computerzeichnung, Blatt II

Lore Ley Computerzeichnung

Computerzeichnung, Blatt VII

Lore Ley Computerzeichnung

Computerzeichnung, Blatt VI

Loreley Computerzeichnung

Computerzeichnung, Blatt IX

Im Jahr 1986 wurde Stephan von Huene eingeladen, einen Vorschlag für eine Skulptur für die Terrasse des neuen Museum Ludwig in Köln zu entwerfen. Er wählte das Motiv der Loreley, die am Rhein ihren Ort hat, und durch Heinrich Heine weltberühmt geworden ist. Die doppelte Verführung durch das Kämmen der Haare und den betörenden Gesang sollte in diesem Fall die potenziellen Museumsbesucher ins Haus locken. Ein Modell in Originalgröße wurde auf der Terrasse des Museums aufgestellt, die allseitige Zustimmung war groß. Als aber im nächsten Schritt die Realisierung folgen sollte, waren die Verantwortlichen verschwunden wie die Fischer im Rhein in Heinrich Heines Loreley-Ballade. Im Jahr 1997 entstanden zehn Computerzeichnungen (D/C 1998-1–10) sowie das kinetische Modell auf einem Eisensockel, heute im Besitz der Stiftung Brandenburger Tor im Max Liebermann Haus in Berlin.

Die Neue Lore Ley

Die Neue Lore Ley

S 1997–5
1997, Metall, farbig gefasst, auf Eisensockel,
Computer, Lautsprecher

Stiftung Brandenburger Tor, Max Liebermann Haus, Berlin

Lore Ley Computerzeichnung

Computerzeichnung, Blatt IV

Lore Ley Computerzeichnung

Computerzeichnung Blatt X

Lore Ley Computerzeichnung

Computerzeichnung, Blatt I

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1995

Der Mann von Jüterbog

Der Mann von Jüterbog

S 1995–1
Halbfigur auf Podest, Computer, Kompressor,
Lautsprecher, Hose, Schuhe, Trommel
Text von Reinhard Lettau, gesprochen von ihm selbst
Hamburger Bahnhof, Nationalgalerie, Berlin

VIDEO

Der Mann von Jüterbog

Detail

„Die Geschichte von Der Mann von Jüterbog beginnt mit meiner Skulptur Steptänzer (1967) und dem Skulpturenensemble Tisch Tänzer (1988/95). […] Im Mann von Jüterbog kommt zur männlichen Halbfigur der Freund Reinhard Lettau hinzu, der mit der Füllfeder kurze Geschichten entwirft und notiert, in denen die Poesie und die Präzision einander auf die Probe stellen. […] Er hat diese Sätze selbst vorgelesen. Die Skulptur setzt die Sprache um in Bewegung und führt sie in den Gesten des mechanischen Halbkörpers auf. Jeder Klang ist nummeriert, wird einer Bewegung zugeordnet. […] Der Mann von Jüterbog: ein Solist.“ (S. v. H. in: Ausst.-Kat. Stephan von Huene. Die Retrospektive, München/Duisburg/
Hamburg 2002/03, S. 201)

Partitur

Partitur

Partitur

Detail

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1996

Greetings

Greetings

S 1996–1
Trommel montiert auf Holzkasten,
Schlägel, Mechanik, Videoprojektion

Museum für Neue Kunst, ZKM, Karlsruhe

Wenn der Betrachter auf die Trommel zugeht, wird sein Bild von hinten auf das lichtdurch-
lässige Trommelfell projiziert. Geht er noch näher heran, schlägt der Schlägel auf das proji-
zierte Bild und lässt das Trommelfell vibrieren. Mit diesem unerwarteten Schlag wird der Betrachter vielleicht erschreckt und bestimmt aufgeweckt.

Greetings

Stephan von Huene und Greetings

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1997

What’s wrong with Art

What s Wrong with Art

Detail

S 1997–1
Drei Türme aus Holz, jeweils farbig gefasst
Orgelpfeifen, Orgelventile, Computer, Diaprojektor
Später wurden die anfangs vorhandenen monochromen Tafeln weggelassen.
Sprecher: Stephan von Huene, Maria Poelchau, Olav Westphalen

Museum für Neue Kunst, ZKM, Karlsruhe

Audio: 8:40 min

Schlagworte von Künstlern und der Kunstkritik werden aufgenommen und mit refrainartig wiederholten Fragen und Urteilen zur Kunst vermischt. Der Geheimsprache der einen Seite stehen Zweifel und Ablehnung der anderen Seite gegenüber. Die Orgelpfeifen repetieren den Rhythmus der Sätze in einer dreistrophigen Anordnung. Für den Ikonoklasten steht fest: „Art is always wrong“.

What s Wrong with Art

Detail

What s Wrong with Art

Detail

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1997

Eingangsfragen – Ausgangsfragen

Eingangsfragen Ausgangsfragen

S 1997-3
Orgelpfeifen, Holz, Glasscheibe, Computer, Gebläse, Lautsprecher.
Sprecher: Achatz von Müller

Neues Museum Weserburg, Bremen

Ein Museumswärter der Gemäldegalerie in Berlin Dahlem (heute ist sie am Kemperplatz) hatte über Jahre hinweg Fragen und Kommentare des Publikums notiert, solche, die am Beginn und solche, die zum Ende des Besuches formuliert wurden. Der Kunsthistoriker Martin Warnke hatte diese Museumsfragen 1973/79 veröffentlicht. Der Text wird in einem dreistrophig angeordneten Rhythmus repetiert.

Eingangsfragen Ausgangsfragen

Detail

Audio: 3:20 min
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1997

Blaue Bücher

Blaue Bücher

S 1997–4
2 Trommeln, Lautsprecher, Computer,
2 Diaprojektoren mit 2 mal 45 Diapositiven
Sprecher: Achatz von Müller

Museum für Neue Kunst, ZKM, Karlsruhe

VIDEO

Detail

Detail

Detail

Detail

Im Jahr 1979 veröffentlichte der Kunsthistoriker Martin Warnke eine ideologisch beunruhigende Zitatsammlung aus populären kunsthistorischen Publikationen (wie Reclams Kunsthefte oder Blaue Bücher). Diese Passagen werden vorgelesen und durch Trommelschläge akzentuiert. Die Doppelprojektion der besprochenen Werke auf die Trommeln spielt auf die seit Heinrich Wölfflin verbreitete Praxis an, in kunsthistorischen Vorlesungen Reproduktionen von Kunstwerken paarweise zu projizieren.

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1999

Der Halbleiter von Chemnitz

Der Halbleiter von Chemnitz

S 1999–1
Halbfigur auf Sockel, Metall, Fiberglas,
Mechanik, Computer, Sensor

Technische Universität, Chemnitz

VIDEO

StvH mit dem Halbleiter von Chemnitz

Stephan von Huene und Der Halbleiter von Chemnitz

Der Halbleiter von Chemnitz

Der Halbleiter von Chemnitz

Das Wort „Halbleiter“ zitiert eine der wichtigsten technischen Erfindungen des 20. Jahrhunderts, wörtlich genommen weist es aber darauf hin, dass er nur ein halber Leiter ist. Die Halbfigur erinnert an die Büsten berühmter Gelehrter, die früher in den Universitäten standen. Sie bewegt sich in neun kurzen Tänzen und gibt mit der Bewegung der Arme scheinbar Richtungen an.

Der Halbleiter von Chemnitz

Der Halbleiter von Chemnitz

Elbow

Mechanik des Ellenbogens

Motor

Motor

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1999

Sirenen Low

Sirenen Low

S 1999–2
Holz- und Stahlkonstruktion, Orgelpfeifen,
Pneumatik, Computer, DVD-Player, Video-
projektion,technisches Gerät, Lautsprecherboxen
Sprecherin: Ines Domeyer

Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen, Dresden

VIDEO

„Unter den Abenteuern des Odysseus ist die Begegnung mit den Sirenen das vielleicht irritierendste. […] Sirenen Low zitiert den Text aus Homers „Odyssee“. Die Orgelpfeifen wiederholen das rhythmische Muster in verlangsamtem Tempo. Der Charakter der Töne ordnet sie andererseits den Schiffen und Booten zu, die das Video zeigt. Der zu Beginn glatte, harmonisch fließende Fluss [es ist die Elbe] gerät am Ende ins Stocken, das Schiff ins Stolpern.“ (S. v. H. in: Ausst.-Kat. Stephan von Huene. Die Retrospektive, München/
Duisburg/Hamburg 2002/03, S. 205-6)

Sirenen Low

Detail

Sirenen Low  Skizze

Skizze

Sirenen Low

Sirenen Low

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2000

Porträt Klaus Hegewisch

hegewisch2

S 2000–1
Trommel, Videoprojektion, technische
Anlage, Lautsprecher (unvollendet)
166 x 102 x 260 cm

Nachlass Stephan von Huene

VIDEO

potrait hegewisch

Porträt Klaus Hegewisch

Der Hamburger Kaufmann, lebenslange Segler und enthusiastische Kunstsammler Klaus Hegewisch (1919–2013) war ein Freund von Stephan von Huene und Petra Kipphoff von Huene. Als Stephan von Huene ihn fragte, ob er Interesse an einem Porträt von sich habe, an dem er selbst mitwirken könne, war er neugierig und erfreut.

Über eine Möglichkeit des Porträts jenseits des Bildes, der Skulptur oder des Fotos hatte Stephan von Huene schon länger nachgedacht. Seine Alternative zum konventionellen, statischen Abbild sollte auf mehreren Ebenen stattfinden und erfahrbar werden: visuell, akustisch, taktil – ein kinetisches Porträt (vgl. auch: „Die Rückkehr der Stochastiker“, in: Ausst.-Kat. Stephan von Huene: Tune the World. Die Retrospektive, Ostfildern 2002, S. 222 f.). In dem Porträt, das auch ein Selbstporträt ist, trägt Klaus Hegewisch ein Spottgedicht (von Karl Rode, Oberstleutnant zur See, um 1900) vor, in dem Kaiser Wilhelm II. und seine Familie an Bord seines Segelschiffs „Meteor V“ vorgestellt werden.

Zunächst sind nur die Fotos, die einem Bildband entnommen waren, im Takt des Vortrags von Hegewisch zu sehen. In einer zweiten Sequenz laufen Bild und Ton parallel. Hegewischs Charme und seine augenzwinkernde Rezitation des norddeutschen Gedichts zeigen, wie sich die Liebe zum Segeln und zur Marine mit einer ironischen Variante hanseatischen Traditionsbewusstseins verbinden können.

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